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der Freiwilligen Feuerwehr Horath |
Am 19.04.1888 teilte das Bürgermeisteramt Neumagen dem Gemeindevorsteher von Horath mit, die im Verzeichnis des Brandcorps aufgeführten Personen zu benachrichtigen, dass sie halbjährlich eine Übung abhalten müssten.
Der Gemeinderat wählte am 17.09.1905 ein Brandcorps. Wehrführer wurde Peter Lorscheter, der die rund 80 Mann starke Wehr führte.
Aus dem Brandcorps ging im Jahr 1928 die Freiwillige Feuerwehr Horath hervor, die bis 1935 von Wehrführer Peter Bastian–Flesch geführt wurde.
In den frühen Kriegsjahren bis 1940 war Peter Sauer-Wirz Wehrführer. Bis zum Kriegsende führte Johann Bastian die Horather Feuerwehr an.
In den Kriegsjahren 1939 bis 1945, als alle Wehrfähigen Männer aus Horath im Kriegseinsatz standen, wurde die Funktionsfähigkeit der Feuerwehr durch die Horather Frauen aufrechterhalten.
Der aus dem Krieg heimgekehrte Peter Sauer-Wirz nahm erneut das Amt des Wehrführers an und somit auch die schwere Aufgabe des Wiederaufbaus der Feuerwehr in der Nachkriegszeit.
Beschluss über die Gründung eines Brandcorps in Horath
„Verhandelt am 17. September 1905
Der in beschlussfähiger Anzahl versammelte Gemeinderat, A Gemeindevorsteher Kolz als Vorsitzender, B der Gemeinderat 1. Peter Sauer, 2. Matthias Sauer, 3. Peter Steffes, 4. Matthias Wirz, beschließt nach Anhörung der Ausführung des Vorsitzenden und nach stattgegebener Beratung auf die Dauer von 3 Jahren einen Brandcorps aus der Gemeinde Horath zu wählen“
Es wurden gewählt:
Peter Lorscheter, Stellvertreter Peter Bastian Sohn, Spritzenmeister und Stellvertreter, Johann Sauer, Stellvertreter Johann Stürmer, Rohrführer, neben 67 weiteren Personen im brandtechnischen Bereich von Pumpe bis zur Feuerwehrleiter. Leitermeister wurde Peter Wirz-Petry mit den Gehilfen Johann Engel und Peter Steffes. Dem Rettungswesen für Personen und Vieh waren weitere neun Personen zugeteilt.
Die Berufung dieser Vielzahl von aktiven ehrenamtlichen Feuerwehrleuten erfolgte wohl unter dem Eindruck der verheerenden Brandkatastrophe im Jahr 1898.
(Text aus der Ortschronik Horath)
Anlässlich einer Generalversammlung der Feuerwehr im November 1956 wurde die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Horath gegründet, die von Johann Schemer aus Haag dirigiert wurde, und bereits in ihren Anfängen 16 Musiker zählte.
Mit dem Anwachsen der Musikkapelle hatte die Feuerwehr Horath neben ihrer eigentlichen Bestimmung nun einen zweiten Schwerpunkt.
1970 wurde beschlossen, die Musikkapelle aus der Feuerwehr herauszulösen und als selbstständigen Verein weiterzuführen, weil die Interessen der beiden Abteilungen mit dem Anwachsen der Musikkapelle nicht mehr in Einklang zu bringen waren. Aus dieser Trennung heraus wurde der MV Horath ins Leben gerufen, der bis heute in der Orchestergemeinschaft Horath-Berglicht sehr erfolgreich tätig ist.
Die Orchestergemeinschaft Horath-Berglicht ist ebenfalls im Internet vertreten www.og-horath-berglicht.de
Feuerwehr und Musikkapelle 1961 in Rachtig
Am 17.05.1991
wurde auf Bestreben
der Feuerwehrmänner Stefan Rentmeister, Werner Lorscheter und
Gerd Alt die
Jugendfeuerwehr gegründet, welche sich aus den Gemeinden
Horath, Gräfendhron
und Merschbach zusammensetzte. Die erste Leitung übernahmen
Gerd Alt und Werner
Lorscheter.
So konnte gut
ausgebildeter
Nachwuchs für die Feuerwehren der drei Gemeinden gewonnen
werden.
Neben der
Feuerwehrtechnik werden
auch viele Freizeitaktivitäten angeboten. Besonders begehrt
sind die Zeltlager,
die im jährlichen Wechsel von der VG Thalfang am Erbeskopf und
dem Kreis
Bernkastel-Wittlich ausgerichtet werden. Ein großer Erfolg
für alle
Beteiligten war schließlich das 12. Kreiszeltlager
im Jahre 2003 auf dem
Sportgelände in Horath.
Zurzeit
besteht die Jugendfeuerwehr
mit 13 Jugendlichen unter der Leitung von Florian Rentmeister.
Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2003 in Horath
Aufgrund der im Jahre 1991 in Kraft getretenen Feuerwehrverordnung wurde die Ortsgemeinde Horath in die neuen Risikoklassen B2 & T2 eingestuft und bekam im Jahre 1995 das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8/6.
Maßgebend für die Einstufung waren die ortsansässigen Betriebe Hochwald Drahtwerk (heutiges Drahtwerk Horath) und das Familien Hotel Hochwald.
Das alte Feuerwehrfahrzeug (TSF) wurde von der FFW Horath restauriert und anschließend der FFW Heidenburg übergeben. Heute befindet sich das Fahrzeug bei der FFW Bäsch.
Einsegnung des neuen LF 8/6
Am 29.10.05 kam unser Schlauchwagen zum ersten Mal bei der diesjährigen Jahresabschluss- bzw. Gemeinschaftsübung in Merschbach zum Einsatz.
Diese Übung bestand hauptsächlich darin, dass Wasser zu einer schwer erreichbaren Stelle gefördert wurde. Dazu kam uns unser Schlauchwagen gerade Recht. Wir verlegten unsere B-Leitungen durch den Wald zu unseren Feuerwehrkameraden, die schon ihre Leitungen verlegt hatten. Wir koppelten unsere Schläuche an unsere Pumpe an und dem "Wasser marsch" stand nichts mehr im Wege.
Da um Horath sehr viele Waldstücke liegen, die schwer mit Wasser zu versorgen sind wurde die Anschaffung dieses Schlauchwagens und des 3000 l fassenden Beckens notwendig, um den Brandschutz in unserem schönen Hunsrückdorf zu verbessern.

Unser neuer Schlauchwagen vor der Übung am 29.10.05
1905 bis 1908 Peter Lorscheter
1928 bis 1935 Peter Bastian - Flesch
1935 bis 1940 Peter Sauer - Wirz
1940 bis 1945 Johann Bastian
1945 bis 1949 Peter Sauer - Wirz
1949 bis 1955 Artur Bastian
1955 bis 1970 Johann Alt
1970 bis 1995 Kilian Schmitt
1995 bis 2003 Stefan Pfeiffer
2003 bis Heute Gerd Alt
Kilian Schmitt ernannt zum Ehrenwehrführer im Jahre 2004
Diese wurden als Dank für ihre ausgezeichnete Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Horath als Ehrenwehrführer ausgezeichnet
16.04.1878
Im Oberdorf brannten die 3 Wohn- und Stallgebäude (Nr.43, 44 und 45) der Familien Peter Daniel und Johann Schmitt.
08.09.1898
Im Bereich der heutigen Hochwaldstraße Nr. 34-40 brannten 7 Wohn- und Wirtschaftsgebäude der Familien Johann Grewer, Peter Bohr, Nikolaus Mettler, Peter Steffes, Peter Tresch, Matthias Wirz und Peter Jörg.
nähere Informationen zur Brandkatastrophe von 1898
21.10.1947
In der heutigen Hochwaldstraße Nr.16-20 brannten 3 Wohn-, Wirtschaftsgebäude und Schuppen der Familien Jakob Schmitz, Peter Bastian und Johann Sauer.
30.11.1972
In der Harpelsteinstraße brannten 4 landwirtschaftliche Anwesen der Familien Franz Kilburg, Rudolf Klassen, Paul Pfeiffer und Nikolaus Kuhnen
24.06.1996
In der Hochwaldstraße Nr. 3 brannte der komplette Dachstuhl eines Wohnhauses der Familie Boddenberg